Steuerhinterziehung: Über 3.000 Selbstanzeigen in Bayern – Finanzbeamter dabei
Die Angst vor Entdeckung geht um in Bayern. Seit dem Ankauf von CDs mit Schweizer Kontodaten mutmaßlicher Steuerhinterzieher, reißt der Strom der Selbstanzeigen, die bei den bayerischen Finanzämtern eingehen nicht mehr ab. Wie die Süddeutsche Zeitung gestern (15.06.2010) in ihrer Online-Ausgabe berichtete, haben sich in den vergangenen Monaten im Großraum München fast 1.000 wohlhabende Bürger selbst angezeigt. Alleine durch diese Selbstanzeigen rechnen Experten mit Steuermehreinnahmen von über 100 Millionen Euro.
In Bayern sollen es über 3.000 sein, häufig mittelständische Unternehmer aus der Immobilienbranche und Ärzte, die ihre Steuererklärungen der letzten Jahre teilweise um mehrere Millionen Euro nach oben korrigierten.
Pikantes Detail am Rande: Ein Finanzbeamter hat ebenfalls Selbstanzeige erstattet. Er hatte geerbtes Vermögen im Ausland und die daraus resultierenden Kapitaleinkünfte verschwiegen.
Link:
- “Steuerhinterzieher stellen sich – ein Finanzbeamter ist dabei”
Süddeutsche Zeitung
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